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Mittwoch, 12. Dezember 2018

Gartenarbeiten im Oktober

Der Ahorn steht in Flammen, die Blätter des Wilden Weines sind dunkelrot, der Kirschenbaum hat sein Laub, gelb wie Safran, auf den Boden gestreut. Jetzt trägt die Natur ihr Prunkgewand. Und doch gibt es Tage, da hängt der Nebel bis zum späten Mittag am Himmel. Dann riecht der Garten nach feuchter Erde. Die Zeit des Aufräumens beginnt.

Gartenarbeiten im Oktober - Holzherz und Nähmaschine

Die Angaben beziehen sich auf eine warmgemäßigte Klimazone. Nach der Skala des US-Amerikanischen Landwirtschaftsministeriums ist es die Winterhärtezone 7. Daher haben wir auch die Gartenstühle in die Sonne gerückt, um die getane Gartenarbeit zu sehen.

Gartenarbeit im Ziergarten

Wer nicht schon im September mit dem Umgestalten begonnen hat, oder wie ich nicht fertig geworden ist, kann im Oktober noch immer Sträucher, Hecken, Stauden, Bäume und Rosen pflanzen. Die Erde ist noch warm.
Haben Sie sich z. B. in eine Strauch-Päonie verliebt, dann ist jetzt der ideale Zeitpunkt, um sie in den Garten zu holen. Beim Pflanzen darauf achten, dass die Veredelungsstelle ca. 3 Zentimeter unter der Erde ist. Dann wachsen sie besser an. Mit einer Laubschicht oder Reisig als Frostschutz kommt sie gut über den Winter.

Kaltkeimer aussäen! Um nur einige zu nennen: Eisenhut, Phlox, Fackellilie, Bergenie, Taglilien, Bärlauch, Lampionblume, Adonisröschen, Akelei, Salbei, Schafgarbe, Bergflockenblume, Buschwindröschen, Schneerosen (Christrosen), Glockenblumen, Schlüsselblumen und viele andere mehr haben eines gemeinsam: Ihre Samen brauchen es kühl damit sie keimen können. Abgeerntete Gemüsebeete eignen sich für die Aussaat ausgezeichnet. Wer auf Nummer Sicher gehen und Verluste vermeiden möchte, weil ein paar hungrige Vögel oder Mäuse die Samen stibitzen könnten, der sät in Saatschalen oder leer gewordenen Balkonkästen.

Gartenarbeiten im Oktober - rotes Ahornblatt
Vorgezogene zweijährige Pflanzen wie z. B. Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht, Fingerhut, Vexiernelken, Marienglockenblumen, Nachtviolen usw. sollten spätestens jetzt an ihren Bestimmungsort gesetzt werden.
Bis die Erde nicht gefroren ist, dürfen Sie immer noch die Knollen von Frühjahrsblühern versenken.

Nicht alle Stauden zurückschneiden. Sicher haben auch Sie Bewohner in ihrem Garten, die attraktive Samenstände haben und solche, die diese wiederum attraktiv finden. Augen und Vögel freuen sich über einen Schmaus.
Stockrosen allerdings lieben einen frühen Rückschnitt, angeblich leben sie dann länger … meine Erfahrung: Manche leben länger, manche nicht.
Samen sammeln nicht vergessen.

Gartenarbeiten im Oktober - Tulpenzwiebel

Die kälteempfindlichen Mimöschen unter den Kübelpflanzen sollten jetzt in ihr Winterquartier umgesiedelt werden. Fuchsien, Schmucklilien, Hibiskus, Bougainvillea.
Oleander und Rosmarin hingegen, vertragen ein paar Grad unter Null. Bei den Zitruspflanzen hasardiere ich meist und decke sie nachts mit einem Kälteflies ab.
Die Knollen der Gladiolen müssen jetzt endgültig aus dem Beet.
Für Dahlien wiederum gilt, dass sie im Garten bleiben sollten, bis das Laub vollkommen abgefallen ist. Das kann noch ein Weilchen dauern. Aber keine Angst, leichte Fröste können den Knollen nichts anhaben, unter der Erde ist es immer noch kuschelig.

Für den Gartenteich: Alle abgestorbenen und vergilbten Blätter von Teichpflanzen entfernen und darauf achten, dass kein Laub ins Wasser fällt.

Hohe und mittelhohe Ziergräser werden jetzt zusammengebunden. Es lassen sich dekorative Arrangements daraus gestalten, z. B. mit einem Zopf. Ach ja, wir tun es schon den halben Sommer lang – und jetzt tun wir es auch. Die mit Sternrußtau befallenen Blätter der Rosen entfernen. Sie gehören in die Biotonne und nicht auf den Kompost.

Gartenarbeiten im Oktober - alter Holzrechen

Gartenarbeit im Obst-und Gemüsegarten

Ernten! Die Äpfel sind reif, die Winterbirnen auch und die großen Kiwis warten.
Weil die Leiter schon beim Baum steht, werden gleich die Fruchtmumien und die abgestorbenen Äste entfernt.
Laub rechen. Wer vorhat, ein neues Frühbeet anzulegen, kann schon mit dem Laub beginnen.

Denken Sie bitte auch an den Igel. Ein Laubhaufen irgendwo in einer Gartenecke ist ein ideales Winterquartier.

Gartenarbeiten im Oktober - geröstete Bohnen

Ernten! Das gilt auch für den Gemüsegarten. Rote Ronen, Rüben, Beete – wie auch immer – dürfen jetzt in den Vorratskeller oder in den Kochtopf, Knollensellerie auch.

Wer arbeitet muss auch essen! Die letzten Bohnen sind ein wunderbarer wie schneller Snack für zwischendurch. Kochen, abseihen, in Olivenöl schwenken, salzen, pfeffern und mit Schnittknoblauch servieren. Hmmmm - geht zwischendurch und schmeckt.

Sollten sich noch ein paar grüne Tomaten in Ihrem Garten befinden, dann werden auch diese jetzt geerntet. Sie reifen gut nach. Eine schmackhafte Alternative dazu wäre ein Chutney. Es schmeckt herrlich zu Käse und zu hellem Fleisch.

Green Tomatoe Chutney
1 kg Grüne Tomaten
4 Birnen
300 g Schalotten
1 daumengroßes Stück Ingwer
300g brauner Zucker
2 Stk. chinesischer Knoblauch
etw. Salz
etw. Pfeffer aus der Mühle
3 Stk. Zimtrinde
3 Kapseln Kardamom
1 Stamperl Birnenschnaps

Die grünen Tomaten waschen und in grobe Würfel schneiden. Die Birnen schälen und ebenfalls in grobe Würfel schneiden. Schalotten in feine Ringe schneiden. Ingwer schälen und klein hacken, ebenso den chinesischen Knoblauch. Den Kardamom mörsern.

Einen Topf erwärmen, den Zucker hineingeben und unter ständigem Rühren leicht karamellisieren lassen, mit dem Birnenschnaps ablöschen, restliche Zutaten hineingeben und aufkochen lassen. Die Hitze reduzieren und so lange leicht köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Wenn man mit dem Kochlöffel umrührt und es bleibt eine feste Spur, ist das Chutney fertig. Die Zimtrinde entfernen und in vorgewärmte, sterile Gläser füllen. Verschließen, abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren.

Ach ja, und keine Hetze bei der Gartenarbeit im Oktober. Ganz bestimmt liegen morgen wieder ein paar Blätter auf der Wiese .... und übermorgen auch.

Gartenarbeiten im Oktober - Rose

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